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Das Curriculum setzt sich zum Ziel, die TeilnehmerInnen bestmöglich darin
zu qualifizieren, als professionell herausragende BeraterInnen von Menschen
in Organisationen wirken zu können -
1. Konzeptionelle Basis des Curriculums
2. Aufgabenbereiche, für welche das Curriculum qualifiziert
3. Kultur-Verständnis des Curriculums
4. Unsere Philosophie der Beratung
5. Zielgruppen des Curriculums
6. Teilnahmevoraussetzungen
7. Einige Grundüberlegungen unserer Konzepte
8. Situationen, für die unsere Angebote nützlich sind
9. Wesentliche inhaltliche Schwerpunkte des Gesamtcurriculums
10. Zum Leiter des Curriculums
11. Allgemeines: Umfang, Teilnahmebetrag und -bedingungen
12. Termine der nächsten Curricula
13. Supervision
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1. Konzeptionelle Basis des Curriculums
sind die schnell und nachhaltig effektiv wirkenden Verfahren der systemisch-konstruktivistischen
Konzeption, der Kompetenz- und lösungs-fokussierenden Beratungsmodelle nach Milton H. Erickson und daraus abgeleiteten Konzepten) und der modernen
Erkenntnisse der Hirnforschung, der Energie-Psychologie und verwandter Verfahren.
Als Zentrum der Prämissen dieser Konzepte verstehen wir die Perspektive,
dass in jedem Individuum (verstanden als autonomes, sich selbst organisierendes
lebenden System) und in jedem Organisations-System, welches von solchen Individuen
gebildet wird, ein äußerst vielfältiges Repertoire von Kompetenzen
und Potenzialen vorhanden ist, wobei ein sehr großer Anteil dieses Repertoires
meist unbewusst und unwillkürlich bleibt.
Selbst, wenn massive Probleme oder Symptome in einem System auftreten, heißt
dies aus dieser Sicht keineswegs, dass die für eine konstruktive Lösung
nötigen Kompetenzen nicht vorhanden sind, sondern dass diese nur auf unbewusster
Ebene dissoziiert sind.
Die systemischen und hypno-systemischen Konzepte ermöglichen schnell und
nachhaltig wirksam, dass diese Kompetenzbereiche aktiviert und zieldienlich
genutzt werden können. So können die Kompetenzen aus dem kognitiven
Erlebnisbereich optimal koordiniert werden mit denen des viel umfassenderen
intuitiven, unwillkürlichen (teilweise auch unbewussten Erlebnis-bereichs
(Cogni-tuitions-Coaching). Das Curriculum vermittelt das dafür notwendige
know-how umfassend und systematisch.
Die hypno-systemischen Konzepte werden im Curriculum ergänzt und verbunden
mit allen Verfahren, die sich ausgezeichnet bewährt haben dabei, die angestrebten
Erfolgswirkungen in Beratungen zu optimieren, wie z.B. Elemente des Psychodramas,
Focusing, diverse Imaginations-Methoden, System-Skulptur- und Choreographie-Arbeit,
körpertherapeutische Konzepte, EMDR, EMI, EDxTM, EFT,TFT, Psychodrama, Wertschätzend-Provokative
Beratung etc.
Systemische Beratungskonzepte und besonders auch die Ansätze der Erickson'schen
Hypno-therapie und deren Kommunikationsstrategien bieten hier optimale Möglichkeiten.
Sie sind hervorragend geeignet für:
• differenzierte Kontextanalysen
• zur Identifizierung relevanter Beziehungsmuster
•
für effektive direkte und indirekte Kommunikationskompetenz und für
optimale Gestaltung kooperativer Beziehungen
•
für die Entwicklung spezifischer direkter und indirekt-suggestiver Interventionen,
mit denen schnell und effektiv Problemmuster in Lösungsinteraktionen transformiert
werden können.
•
für Kompetenz-entfaltende Teamentwicklung.
•
für schnell wirksames und Konflikte als Chance nutzendes Konfliktmanagement.
•
für erfolgswirksames, passgenaues Marketing für Beratungsangebote.
•
für systemisch gut abgestimmtes Projektmanagement.
Im Curriculum werden die Kompetenzen dafür vermittelt und praktisch geübt.
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2. Aufgabenbereiche, für welche das Curriculum qualifiziert
Als
ein zentraler Aufgabenbereich wird dabei das Professionsfeld Coaching angesehen.
Aufbau-end
darauf werden die angebotenen Konzepte dann auf
den Bereich von Kontext adäquater Team-Entwicklung (TE) und Organisations-Entwicklung
(OE) systematisch angewandt.
Wir geh-en davon aus, dass ein effektives Coaching um so besser gelingen und
ein
Coach seine KundIn-nen um so kompetenter und flexibler beraten und unterstützen
kann, je breiter das Spektrum seiner / ihrer Kompetenzen ist. Auch Coaching ist
typischerweise Ausdruck eines Beratungs-rituals, welches sich nicht nur um individuelle
Themen, sondern um die Fragestellungen, Aufga-ben und Ziele von Individuen in
Verantwortungs-Kontexten dreht (meist also auch verbunden mit Führungsinter-aktionen,
ganz gleich, von welcher Seite der Interaktionsprozesse dabei begonnen wird).
Die Lerninhalte des Curriculums werden systematisch darauf ausgerichtet, die
TeilnehmerInnen umfassend zu befähigen, mit hervorragender Professionalität
Beratungen und Entwicklungs-Prozesse zu gestalten. Diese sollten konzentriert
ausgerichtet sein auf die Opti-mierung und Weiterentwicklung von individuellen
und/ oder kollektiven Lern- und Leistungsprozessen z.B. von Personen mit Führungs-/
Steuerungs- und Entscheidungs-Funktionen und von Experten in Unternehmen / Organisationen,
so dass diese Menschen ihre Rollen auch unter sehr komplexen und hoch anspruchsvollen
Kontextbedingungen mit bestmöglicher Kompetenz ausfüllen können.
Die jeweiligen KundInnen sollen bestmögliche Dienstleistungen angeboten
bekommen, welche Chancen eröffnen für eine ganzheitlich stimmige, Kompetenz-fokussierende
und zielorientierte Selbstreflexion und Ko-Reflexion ihres Berufslebens vor dem
Hintergrund des persönlichen Lebens- und Karriereentwurfs, der systematisch
in Wechselwirkung mit ihren relevanten Beziehungskontexten betrachtet wird.
Dabei sollen primär berufliche Anliegen fokussiert werden. Als zentraler
Fokus der Beratung (z.B. eines Coachings) wird das sich gegenseitig beeinflussende
Netzwerk der Bereiche Person, Rollen/ Funktionen und Organisation angesehen.
Die Beratungsleistungen, zu denen das Curriculum qualifiziert, sollen dem Erhalt
der Leistungsfähigkeit und der kontinuierlichen Verbesserung der Effektivität
der eigenen Gestaltungsprozesse der KundInnen dienen („Performance Improvement
Management“). Gleichzeitig sollen sie auch der Optimierung von gesundheitsförderlicher
Lebens-Balance und der Sinn-Erfüllung sowohl der potenziellen KundInnen
als auch der BeraterInnen selbst dienen.
Das Curriculum, welches als zentrale Konzept-Basis ja die systemischen (Kontext
orientierten) Modelle zugrunde legt, will dabei auch konsequent berücksichtigen,
dass die Optimierung der menschlichen Potenziale jeweils abgestimmt werden sollten
mit den Kontexten, in denen sich die BeraterInnen und ihre potenziellen KundInnen
bewegen. Dies meint, dass auch jeweils die Ziele und Sinnkriterien der betreffenden
Organisation für optimale Synergie-Prozesse beachtet werden.
Da wir Menschen als ganzheitliche Wesen immer in allen relevanten Lebensbezügen
sehen und achten wollen, müssen gerade für die Optimierung beruflicher
Aspekte dabei aber auch die Wechselwirkungen der beruflichen Dynamik mit intrapsychischen
Organisationsmustern, Wert- und Glaubens-Systemen und mit relevanten Loyalitäten,
Werten und Organisationsmustern ihrer privaten Beziehungssysteme differenziert
berücksichtigt werden.
Da aus unserer Sicht Coaching-Prozesse, gerade wenn sie als Dienstleistung von
Personen mit Führungs-/ Steuerungs- und Entscheidungs-Funktionen und von
Experten in Unternehmen / Organisationen angelegt sind, immer eingebettet sind
in den Kontext der Organisations- und Team-Dynamik dieser Personen, muss das
Curriculum selbstverständlich auch alle wichtigen Kompetenzen vermitteln,
die BeraterInnen brauchen, um professionell hochwertige Team-Entwicklungen und
Maßnahmen der Organisations-Entwicklung gestalten zu können.
Auch Coaching kann nur dann optimal durchgeführt werden, wenn es Führungs-Themen
und zentrale Dimensionen der Organisationsentwicklung einbezieht. Andererseits
können viele TE- und OE-Prozesse nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn
BeraterInnen auch eventuellen begleitenden Coaching-Bedarf für Beteiligte
erkennen und professionell kompetent erfüllen können.
Professionell exzellente Beratungsarbeit setzt voraus, dass die BeraterInnen
auch mit ihren eigenen Erlebnis-, Wahrnehmungs- und Verhaltens-Prozessen sehr
differenziert arbeiten können, eigene Projektionen erkennen und konstruktiv
nutzen und ihre kognitiven, emotionalen und intuitiven Prozesse sehr gut (unter
aktiver Nutzung einer flexiblen Meta-Perspektive) integrieren können.
Deshalb ist ein wesentlicher Bereich des Curriculums auch die kontinuierliche
und konsequente Arbeit an der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und
das gemeinsame Gestalten einer differenzierten, klaren und dabei wertschätzenden
und Ressourcen orientierten Rückmelde- und Unterstützungs-Kultur in
der jeweiligen Weiterbildungsgruppe.
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3. Kultur-Verständnis des Curriculums
Diese
Kultur im Curriculum will auch den Erkenntnissen gerecht werden, dass in den
immer komplexer werdenden
dynamischen Systemen, in denen sich sowohl
die BeraterInnen als auch vor allem deren KundInnen beruflich bewegen, individuelles
(quasi eher „für sich“) Lernen nicht mehr ausreicht. Lernen
sollte deshalb auch in Vernetzung stattfinden, und zwar so, dass die Art der
lernförderlichen Vernetzungsmuster auch als hilfreiche Maßnahme
dafür wirken können, ähnliche Lern-Netzwerke in den Organisationen
der BeraterInnen und deren KundInnen anzuregen - passend ausgerichtet auf die
dortigen Kontexte (Förderung von „Lernenden Organisationen“).
Das Curriculum will Formen gemeinsamen Lernens repräsentieren,
die Ausdruck sind einer Kultur
der Ermutigung; ebenso des Ermöglichens von kreativen Lern-Experimenten
mit Neugier, Erforschungs- und Entdeckungs-Geist;
•
der wechselseitigen Wertschätzung der jeweiligen Einzigartigkeit der TeilnehmerInnen
und ihrer einzigartigen Ressourcen und Kompetenzen (auch als optimale Vorbereitung
dafür, dass Beratungen „als einzigartige Begegnungen zwischen einzigartigen
KlientInnen und einzigartigen BeraterInnen in einzigartigen Kontexten“ gestaltet
werden können;
•
der Achtung für das Bisherige. Hierbei werden die vielfältigen neuen
Lerninhalte, welche das Curriculum bietet, grundsätzlich immer aus der
Perspektive angeboten, dass sie das Neue aufsetzen und integrieren wollen auf
und mit den vielfältigen wertvollen Kompetenzen, welche die TeilnehmerInnen
schon mitbringen („das Neue als der dankbare Bruder auf den Schultern
der Riesen des Bisherigen - so kann am besten weiter geschaut werden!“);
•
der Chancen, gemeinsam auch die Aspekte der Beteiligten, welche bisher als
Defizite und „Probleme/ Symptome“ beschrieben waren, achtungsvoll
als mögliche Kompetenzen für eine ganzheitlich erfüllende persönliche
Entwicklung zu übersetzen und zu nutzen.
•
in der geäußerte Kritik übersetzt wird als wertvolle Informationen über
Bedürfnisse und Anliegen derer, welche sie kommunizieren (an Stelle einer
Abwertung derer, über die sie geäußert wird).
•
von Erfahrungen, welche die optimale Balance zwischen individueller Intelligenz
und wechselseitig unterstützender „Netzwerk-Intelligenz“ erlebbar
machen (Synergie zwischen „individual mind“ und „social mind“).
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4. Unsere Philosophie der Beratung
Beratung als Ritual
für die nachhaltige Stärkung von Autonomie und
Selbst-Gestaltungsfähigkeit (Kohärenz-Erleben)
Die Erkenntnisse der systemischen und Erickson´schen Kompetenz-aktivierenden
Konzepte und die moderne Hirnforschung belegen deutlich, dass Menschen über
ein enormes Reper-toire von (oft nicht genügend genutzten, unbewussten)
Potenzialen verfügen. Das ganze Curriculum ist deshalb konsequent darauf
ausgerichtet, die TeilnehmerInnen differenziert darin zu befähigen, alle
Beratungsprozesse systematisch so zu gestalten, dass
•
sie selbst und im Beratungsprozess ihre KundInnen schnellstmöglich eigene
Gestaltungs- und Lösungs-Fähigkeit erleben können,
•
autonomes, zieldienliches und Sinn-erfüllendes Selbstmanagement tiefgreifend
und nachhaltig aufgebaut werden kann,
•
die Beratung also als schnell wirksames Ritual der Unterstützung von Selbsthilfe-Kompetenz-
und Kontext-flexiblen Kompetenz ko-evolutionär gestaltet wird,
•
optimale Selbstreflexions- und Selbststeuerungs-Fähigkeiten gestärkt
werden,
also die flexiblen Fähigkeiten der KundInnen gestärkt werden; auch
ihre bisher als „Probleme“ verstandenen Erlebnisprozesse als nutzbare
Fähigkeiten für bisher dissoziierte Ziele zu übersetzen.
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5. Zielgruppen des Curriculums
beispielsweise interne
und externe Trainer und Berater, Prozessbegleiter, Personal- und Organisationsentwickler,
Führungskräfte, Manager.
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6. Teilnahmevoraussetzungen
Hochschulabschluss
oder mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Human Ressource
Development, Tätigkeit als Berater bzw. Coach, Bereitschaft zur Selbsterfahrung,
Erfahrung mit Beratungsprozessen.
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7. Einige Grundüberlegungen unserer Konzepte
Systemische Konzepte und
besonders deren Integration mit Modellen aus der Erickson'schen Hypnotherapie
bieten eine Vielfalt von konstruktiven und sehr effektiven Möglichkeiten,
um lösungs-fokussierende Interaktionen zu stärken und bereichernde,
Kompetenz-förderliche und wohltuende Bewusstseinszustände von Führungskräften
und MitarbeiterInnen zu unterstützen.
Ebenso ermöglichen sie es oft schnell und sehr wirksam, als problematisch
erlebte Interak-tionen und Kontexte in konstruktiver, zieldienlicher Form zu
transformieren.
Die dabei angewendeten Kommunikationsstrategien und Interventionen haben nichts
mit klassischen Hypnoseritualen zu tun, systematisch wird aber das vielfältige
Know-how über Kommunikation und über wirksame Unterstützung
von Potenzialbewusstsein aus den genannten Konzepten in die normale, alltägliche
berufliche Kommunikation integriert.
Dabei gilt: Als relevante Elemente sozialer Systeme sind nicht nur die beteiligten
Menschen in der Organisation anzusehen (obwohl die Menschen und ihre persönliche
Befindlichkeit letztlich zentral auch für das Überleben der Organisation
sind). Mindestens ebenso wichtig für Analyse und optimierende Gestaltung
der Organisationsprozesse (gerade im Dienste der betroffenen Menschen) sind
die Muster und Regeln für Kommunikation, Beziehungsgestaltung, für
Entscheidungsprozesse, Verantwortungsverteilung. Diese werden natürlich
von den Menschen gemacht, wirken dann aber wieder massiv auf sie zurück
und entwickeln quasi eine Art "Eigenleben", welches die Kompetenzen
und Wahrnehmungen der Menschen hypnotisch beeinflusst.
OrganisationsberaterInnen und TrägerInnen von OE-Maßnahmen berücksichtigen
dies in ihrer Arbeit manchmal leider nicht, sondern fokussieren in erster Linie
auf die einzelnen Beteiligten und ihre internale Dynamik direkt, wobei der
dafür wichtige Kontext vernachlässigt bleibt und bestimmte persönliche
Reaktionen oft nur als Störung oder Defizit erscheinen. Stellt man diese
Phänomene aber in ihren Sinn-Zusammenhang/ Kontext, lassen sie sich meist
schnell als sinnhafte Lösungsversuche (mit problematischen Effekten) verstehen
und nutzbar machen (Prinzip der systemischen Utilisation).
Defizitorientierte Perspektiven auf der Seite der BeraterInnen führen
dann auch bei Ihnen zu eingeengten Wahrnehmungsprozessen. Dann entstehen in
ihrer Arbeitshaltung ebenfalls Muster, die sie selbst erschöpfen (burn
out) und gleichzeitig das defizitäre Erleben der KlientInnen stabilisieren.
Optimales professionelles Handeln von BeraterInnen muss also immer beide Ebenen
(interaktioneller Kontext und die autonome, auch internale, Prozessdynamik
der Beteiligten) berücksichtigen, wobei die kontextuell-strukturelle Ebene
(oft z.B. Hierarchie-Ebenen) sehr wesentlich werden kann (gerade in OE-Arbeit,
die soziale Verantwortlichkeit für MitarbeiterInnen berücksichtigt).
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8. Situationen, für die unsere Angebote nützlich sind
Die Komplexität moderner Organisationen, die als komplexe dynamische Systeme
beschrie-ben werden können, übersteigt die Kapazität menschlicher
Verarbeitungsmöglichkeiten. Dies führt zu unterschwelliger Konfusion.
Um wieder Sinn und Orientierung herstellen zu können, ziehen die Beteiligten
als Notbehelf zur Komplexitätsreduktion ihnen emotional vertraute Beschreibungsmodelle
heran, z.B. Familienbeziehungsmodelle, Schwarz-Weiß-Denkmuster und ähnliche
undifferenzierte Glaubens- und Handlungssysteme.
Auf diese Weise werden implizite Regeln und Kommunikationsformen im System
etabliert, welche oft auf dysfunktionale Art Hypnose-ähnlich wirken, d.h.
intensive unwillkürlich gesteuerte Aktionen und Reaktionen auslösen,
die ohne differenzierte Meta-Perspektive wesentliche Abläufe im System
bestimmen.
Damit ist gemeint, dass sich vor allem unwillkürlich-unbewusst (was dem
Erleben von Trance entspricht) der Aufmerksamkeitsfokus der Beteiligten so
verschiebt auf rigide einengende Bewertungen, Glaubenshaltungen und Verhaltensmuster,
dass man grundsätzlich vorhandene Lösungs-Kompetenzen nicht mehr
wahrnimmt. Dies gilt sogar für solche Kompetenzen, welche man schon öfters
praktiziert hat.
Das Erleben des "es passiert mir/uns einfach" verdrängt das
Wissen
um "Ich/wir gestalten unser Handeln nach unserer Planung und unserem Willen".
So verlieren Führungskräfte und MitarbeiterInnen den Kontakt zu einem
Teil ihrer Kreativität und zu anderen wichtigen Potentialen. Man erlebt
sich dann oft als Opfer von Entwicklungen, denen man ohne eigenen Einfluss relativ
hilflos ausgesetzt erscheint.
Es entstehen dann suboptimale und dysfunktionale Bewusstseinszustände bei
den beteiligten Individuen. Gleichzeitig gehen damit aber auch Interaktions-
und Organisationsmuster einher, die im Wechselspiel durch die Beteiligten gebildet
werden und die in die gleiche ungünstige Richtung wirken. Diese Muster
wirken auf das individuelle Erleben ein und dies in (meist verstärkender
Weise) wieder auf diese Muster (zirkuläre Dynamik).
Zwar finden sich auch praktisch immer viele sehr funktionale Muster, aber bei
Abläufen wie der oben beschriebenen Art geraten diese aus dem gemeinsamen
Fokus der Aufmerksamkeit, werden aus der "Wahrnehmung der Organisation" ausgeblendet
(dissoziiert) und sind somit nicht mehr genug nutzbar.
Dysfunktionalere Organisationsmuster gewinnen dann so viel Einfluss, dass ein
verzerrtes und defizitäreres Bild der Organisation erscheint, als es ihrem
Kompetenzniveau entspricht. Die Potentiale für ein optimales Gestalten und
Lernen in der Organisation können so nicht mehr effektiv ausgeschöpft
werden, obwohl sie sehr wohl im System (der einzelnen Beteiligten und des Gesamtsystems
der Organisation) vorhanden sind. Sie werden ungewollt dissoziiert.
Gerade bei Veränderungs-Prozessen (welchen sich heute ja als fast permanente
Herausforde-rung jede Organisation ausgesetzt sieht) entsteht oft Angst, Verwirrung,
Erleben von Entwertung. Wie die Hirnforschung eindeutig belegt, geht genau dies
aber einher mit Einschränkung der zugänglichen Intelligenz, man wird
als Effekt solcher affektiver Prozesse wie Angst etc. gleichsam dümmer als
man eigentlich ist.
Unsere Konzepte ermöglichen, dass Menschen schnell und wirksam Bewusstseinszustände
entwickeln können, die ihnen erst ermöglichen, optimal Veränderungsprozesse
zu gestalten und alle ihre Ressourcen dafür zu nutzen.
Im Curriculum wird eine Vielzahl differenzierter Interventionsmöglichkeiten
vermittelt, mit denen schnell und nachhaltig wirksam die zieldienlichen Kompetenzen
im System wieder reaktiviert und sehr wirksame Lernprozesse angeregt werden
können, welche das Kompetenzniveau der Beteiligten und der Organisation
insgesamt umfassend bereichern.
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9. Wesentliche inhaltliche Schwerpunkte des Gesamtcurriculums
• Systemische und
konstruktivistische Methoden zur Analyse von Organisations- und Interaktionsmustern.
•
Theorie dynamischer komplexer Systeme, Management von Instabilität und
optimaler Balance zwischen Stabilität und Instabilität.
•
Theorien der Kompetenz-fokussierenden Hypnotherapie, der Gestaltung von Erleben
durch Prozesse der Aufmerksamkeitsfokussierung, Priming-Forschung, für
die Konzepte relevante Ergebnisse der modernen Hirnforschung etc.
•
Methoden Lösungs- und Kompetenz-fokussierender Hypothesenbildung.
•
Entwicklung hilfreicher, lösungsorientierter Wirklichkeitskonstruktionen.
•
Zirkuläre Fragemethoden in der Organisationsberatung als indirekt Kompetenz
anregende Einladungstechniken.
•
Systemische Beschreibungs- und Analyse-Techniken für die Identifizierung
widersprüchlicher und / oder Problem stabilisierender Aufträge
und Interventionsstrategien für deren lösungsförderliche Transformation
und Nutzung (von "unlösbaren" Aufträgen zur Konstruktion
lösbarer Probleme).
• Kybernetik 2.-Ordnung - Aufbau des Beratungssystems.
•
Hypnosystemische Interventionshilfen für den Aufbau konstruktiver Kooperationsmuster
(Pacing- und Einladungsstrategien) und Interventionstechniken für die
Ent-faltung von Motivation und zieldienlichem Engagement der KundInnen.
•
Lösungs-fokussierende Gestaltung diverser Settings von Coachings als Lösungs-fokussierender
Kurzzeit-Beratung.
•
Strategien für eine Auftrags- und Ziel-dienliche Utilisation eigener Erlebnis-Prozesse
der BeraterInnen in der kooperativen Begegnung mit KundInnen.
•
Hypnosystemische Strategien für die Entwicklung präziser, passgenauer
Zielkonstruktionen und für den Aufbau Kompetenz-fokussierender Wahrnehmungs-
und Interaktionsgestaltung.
• Kompetenz-aktivierende Kommunikations-Strategien aus der Erickson´schen
Hypnotherapie.
•
Hypnosystemische Strategien für die Identifizierung unbewusster, dissoziierter
Kompetenzen und für deren Reaktivierung.
• Systematische Arbeit mit diversen Skalierungs-Strategien
•
Systematische lösungs-fokussierende Strategien für Selbstmanagement
und Selbst-Coaching.
•
Möglichkeiten, unbewusste internale Problem-Selbsthypnose in kreative
Kooperations-Bewusstseinszustände und Alltagsrituale zu transformieren.
•
Zukunftsfragen als Induktion von Lösungs-Bewusstsein („Lösungs-Trance")
und an-dere Strategien zur Imagination der Lösungsgestaltung
•
Strategien zur Identifizierung von „Problem-Trance“-induzierender
Kommunikation und ihre Nutzung als Anker für Ressourcen-fördernde
Bewusstseinszustände.
•
Problemverhalten behandelt als Ausdruck von unwillkürlichen ( „Trance-“)
Phänomenen. Problem-Trance-Rekonstruktionen und ihre Transformationen
in Lösungs-Erleben.
•
Hypnosystemische Interventionsstrategien, um Probleme / Symptome verstehbar
zu machen als wertschätzbare Kompetenzen für verdeckte Ziele und
Loyalitäten. Konzepte eines lösungsorientierten Ambivalenz-Coachings.
•
Konzepte indirekter Kommunikations- und Einladungstechniken (früher „Suggesti-on“ genannt)
für Coaching, TE und OE als Basis einer gleichrangigen, wertschätzen-der
Kooperation mit autonomen Partnern.
•
Spektrum vielfältiger hypnosystemischer Interventionsmöglichkeiten,
z. B.: Positive Konnotationen, System-Skulpturen/ System- u. Team-Choreographien,
Utilisationstechniken, Design von Kompetenz-fokussierenden Aufgaben, So-tun-als-ob-Interventionen,
systemisches Moderieren, Arbeit mit Metaphern, Ritualen, Symbolen und
• viele andere systemische und hypnosystemische Interventionstechniken.
•
Utilisation von Multiplizität, Arbeit mit Modellen „innerer Team-Konferenzen“ und „Seiten“-Modellen
und deren synergetische Optimierung.
•
Führungs-Modelle und Leadership-Modelle aus hypnosystemischer Sicht.
•
Erkenntnisse der modernen Hirnforschung und ihre Implikationen für Beratungs-Prozesse
für Führungs-Aufgaben und OE-Maßnahmen. Strategien für
die Stärkung sog. „emotionaler Intelligenz“ und „sozialer
Kompetenz“.
•
Kompetenzfördernder Umgang für die Optimierung der vielfältigen
Rollen von Führungskräften, z.B. Optimierung der Aufgaben Führung
und Coaching der MitarbeiterInnen und ihre Utilisationsmöglichkeiten
aus hypnosystemischer Sicht.
•
Auflösung von Rollenkonfusionen und Auftragsunklarheiten in Organisationen.
•
Hypno-systemische Modelle und Interventions-Konzepte für optimale Lebens-Balance,
Sinn-Entwicklung und Karriereplanung.
•
Kontextspezifische Förderung von Führungs- und Mitarbeiter-Potential
und Strategien zur Motivationsförderung.
•
Lösungs-fokussierende kollegiale Beratungsformen.
•
Aspekte einer Werte-Ökonomie, Verantwortung des Beraters für Loyalität
zum Kunden, aber auch für Loyalität zur Passung der Beratungsleistung
in die Unterneh-menskultur und zu den Unternehmenszielen und zur gesamtgesellschaftlichen
Ver-antwortung (Stakeholder-Loyalitäten). Lösungs-fokussierende Strategien
für den Aufbau einer Organisations-Kultur mit Verantwortungs-Ethik.
•
Hypnosystemische Interventionstechniken für das Erkennen von Wertsystemen
und informellen Verhaltensregeln in Organisationen und Strategien für
deren kooperative Nutzung.
•
Teamentwicklungs-Modelle und Change-Management-Modelle, insbesondere hypnosystemische,
Lösungs- und Kompetenz-aktivierende Konzepte dafür.
•
Symbolische Interventionen für die Nutzung von Problemen und die wirksame
Imagination von Lösungen (Probleme und Lösungen behandelt als symbolische
Team-mitglieder, deren Kraft man optimal nutzen kann).
•
Interventionsplanung und Designgestaltung für Teammaßnahmen, die
Kooperation fördern und Kompetenzen wahrnehmbar machen - zieldienliche
Synergie in Team-systemen. Lösungs- und Kompetenz-fokussierende Interventionsstrategien
zur ko-kreativen Steuerung von Teamentwicklungsprozessen/ Systemisch-lösungsorientierte
Interventionstechniken für die Arbeit mit Gruppen und Teams.
•
Strategien zur Verwandlung von Defiziten in aktivierende Teamfähigkeiten.
•
Methoden szenischer Darstellungen und lösungsorientierte Arbeit mit Organisations-Skulpturen
und -Choreographien.
•
Hypnosystemische Strategien für „Change-Management“: Entwicklung
der optimalen Balance zwischen Veränderungen und Bewahrenswertem – Change-Prozesse
als Aufbau systemischer Organisationsmuster für „win-win“-Situationen.
Systematischer Aufbau von Auftragskaskaden in hierarchischen Organisationen,
hypno-systemische Strategien für motivierendes Einbeziehen der diversen
Subsysteme in größere Veränderungsprozesse.
•
Lösungs-fokussierende Aspekte eines systemischen Wissens-Management, Theorie
u. Praxis zum Thema lösungs-fokussierende „Lernende Organisationen“.
• Hypnosystemisches Konfliktmanagement und hypnosystemisches Mediationsstrategien.
•
Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmer/Innen
des Curriculums, auch durch Trancearbeit, Imagination und das Einbeziehen
nonverbaler Inter-ventionskonzepte (z.B. Körper-Interventionen etc.).
Die diversen Interventions-Strategien werden nicht nur an direkter Fall-Arbeit/
z.B. Coachings der Teilnehmen-den eingeübt, sondern jeweils auch als Chancen
zur Bearbeitung eigener Themen der Teilnehmenden angeboten.
• Fallstudien aus der eigenen Berufspraxis, Supervision.
•
Audio- und Video-unterstützte Vertiefung der Lehrinhalte.
• Peer-Gruppen-Arbeit (Lernpartnerschaften).
Die beschriebenen Themenschwerpunkte werden in didaktisch sinnvoller
Weise wie aufgeführt miteinander entwickelt und für die praktische
Arbeit der TeilnehmerInnen nutzbar gemacht. Sie werden direkt bezogen z. B.
auf die „Fall-/Auftrags-Bedürfnisse“ der
TeilnehmerInnen und jeweils abgestimmt auf die aktuelle Wunsch-Ökonomie
der Gruppe, um auch den Selbstorganisationspotentialen der Gruppe gerecht
zu werden.
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10. Zum Leiter des Curriculums
Dr.
med. Dipl.-Volkswirt Gunther Schmidt, Facharzt für psychosomatische
Medizin und Psychotherapie, selbst in Führungsverantwortung (neben der
Leitung des Instituts) von 1996-2007 an der Klinik am Hardberg als Leiter der
Abt. „Systemisch-hypnotherapeutische Psychosomatik“ und seit 2007
Gründer, Chefarzt sowie Geschäftsführer
der SysTelios-Klinik für optimales Gesundheitsmanagement und Kompetenzentfaltung.
Tätigkeit als Coach, in Team- und Organisations-Entwicklungen seit 1984,
Coaching-Weiterbildungen durchführend seit 1992 (jährlich 2-3 Curricula),
Arbeit in vielfältigen Praxisfeldern wie Profit- und Non-Profit-Organisationen,
Kliniken, Klinik-Konzept-Entwicklungen und Beratungen, Supervisionen.
Dr. Schmidt ist Mitbegründer und Ausbilder (bis 2002) der Internationalen
Gesellschaft für systemische Therapie und Beratung (IGST), Mitbegründer
und Ausbilder des Helm-Stierlin-Instituts (seit 2002) für systemische
Beratung, Therapie und Forschung, Ausbilder und (von 1984-2003) 2. Vorsitzender
der Milton-Erickson-Gesellschaft (MEG), Wissenschaftlicher Beirat der Züricher
Hochschule für angewandte Wissenschaft (ZHAW), Mitglied diverser weiterer
wissenschaftlicher Beiräte. Gründungsmitglied des DBVC (www.dbvc.de).
Referenzen z.B.: Siemens, Daimler, Migros, Allianz, Hewlett-Packard, Deutsche
Bank, Com-merzbank, Dresdner Bank, UTA, VOEST, BASF, SAP und viele andere.
Das Curriculum wird in erster Linie von Dr. Schmidt selbst durchgeführt,
in einzelnen, sorgfältig (themenspezifisch) ausgewählten Fällen
werden GastreferentInnen mit tätig werden.
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11.
Allgemeines: Umfang, Teilnahmebetrag und -Bedingungen
Das Curriculum
mit den 9 Blöcken kann nur gesamt gebucht werden.
Das
Curriculum umfasst insgesamt 9 Seminare à 3 Tage (je 18 Zeitstunden)
im Abstand von ca. 2 bis max. 3 Monaten.
Dazu kommen 2 x 2 Tage Supervision hinzu ((für das Ausbildungs-Zertifikat,
werden separat gebucht), und es empfielt sich zur Vertiefung der Inhalte eine
Peer-Gruppen-Arbeit.
Teilnehmerzahl:
jeweils ca. 18/19
Teilnahmebetrag: € 980 + MWSt. pro Seminar à 3
Tage (mit 18 Zeitstunden/24 Arbeitsst.)
Teilnahmebetrag Supervision: € 440.- + MWSt. (2 Tage
mit 12 Zeitstunden/16 Arbeitsst.)
Veranstaltungsort: Alle Seminare finden am Milton-Erickson-Institut
in Heidelberg statt.
Vertragsbedingungen:
Bis 8 Wochen vor Beginn des Curriculums ist ein Rücktritt bei einer Bearbeitungsgebühr
von € 52.- möglich, danach nur durch Ersatzteilnehmer oder Nachrücker
von der Warteliste. Ist beides nicht möglich, wird die Hälfte der
Gebühren des Gesamtcurriculums fällig. Bei Ausfall von Seminaren
erfolgt jeweils volle Rückzahlung für das ausgefallene Seminar.
Anmeldungen und Abmeldungen können nur schriftlich angenommen werden.
Die Anmeldung (Reservierung eines festen Platzes) ist nur mit Zahlung der Gebühr
für das erste Seminar verbindlich bzw. gesichert. Diese kann per Überweisung
oder Verrechnungsscheck beglichen werden (die Einlösung der V-Schecks
erfolgt jeweils erst unmittelbar vor dem jeweiligen Seminar).
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12. Termine der nächsten
Curricula
Eine
Terminübersicht finden Sie hier:>>
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13. Supervision
Zwei
Supervisionen a zwei Tage, an denen Themen eingebracht werden können.
Termine
finden Sie unter Angebotsfeld
AII B
Die
gesamte Curriculumsausschreibung auch hier als PDF
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