Der kleine Narzisst in uns - Problem oder Lösung?

Ein hypnosystemisches Teilemodel

Referent/in: Dr. med. Jochen Peichl

 

Termin: 19.07.-20.07.2019

 

Preis: €  290,- MEG-Mitgliederrabatt: ja

 

Zeiten: 14-20.30, 9-ca.17 Uhr
(16 Arbeitsstunden)

 

Anmelden

 

Narzissmus ist erst mal ein Persönlichkeitsmerkmal, welches durch ausgeprägten Egozentrismus und Selbstbezug zum Ausdruck kommt und sich bei vielen Menschen findet – der narzisstische Stil. Davon zu unterscheiden ist aber die sog. „Narzisstische Persönlichkeitsstörung“ (NPS), einer extremen Ausprägung des Narzissmus, der den Alltag massiv beeinträchtigt. Neben dem sog. offenen, exhibitionistischen, selbstzentrierten und  „kalten“ Narzissten (Superman/girl-Typus) gibt es einen zweite Ausprägung des Narzissmus, die häufig übersehen und fehldiagnostiziert wird: der verdeckte, selbstlose, moralischen und „warme“ Narzisst (Mutter-Theresa-Typus) - beiden Typen liegt die gleiche Psychodynamik zu Grunde. Und wie ist das bei uns selbst, mit dem „kleinen Narzissten“ in uns? Das Seminar vermittelt kurz einen Überblick über die hypnotherapeutische Theorien zur Entstehung und Differenzierung der Störung und begreift in eine zweiten Schritt das „überheblich grandiose oder ängstlich selbstlose“ (zwei unterscheidebare Formen des Narzissmus) Verhalten eines Menschen als hochkompetente, wertzuschätzende Lösungsversuche für die dahinter verborgene Selbstwertproblematik im Selbstsystem. Ein innovative, teiletherapeutisches Konzept der Choreographie der Selbstanteile wird vorgestellt und Schlussfolgerungen für die „Eigen“-Therapie der „Störung“ gezogen. Das Seminar besteht aus Theorievermittlung, Demonstration und Selbsterfahrung.

 

Didaktische Mittel
Theorie und Übungen

 

 

Literatur:

Jochen Peichl (2015). Die narzisstische Wunde heilen. Das Zusammenspiel der inneren Selbstanteile. Stuttgart: Klett-Cotta

Jochen Peichl (2016). Warum es auch gut ist, Narzisst zu sein. Kösel Verlag

Über Jochen Peichl

Dr. med, FA für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, Psychiatrie und Neurologie; bis Ende 2010 als OA in der Klinik für Psychosomatik am Klinikum Nürnberg; jetzt in eigener Kassenpraxis, als Weiterbilder in Teiletherapie und Autor tätig. Meine Arbeitsschwerpunkte sind Somatoforme Störungen, Borderline-Störungen und traumaassozierte Störungen. Weiterbildung als Psychoanalytiker am Lou-Andreas-Salome Institut Göttingen, Psychodramatherapeut und Gruppentherapeut. Gründer der Station zur Behandlung von Menschen mit Traumafolge-störungen 1993 in Nürnberg, Weiterbildung in EMDR-Therapie bei Arne Hofmann, in Ego-State-Therapie bei Woltemade Hartman und Hypnotherapieweiterbildung bei Gunther Schmid und Bernhard Trenkle. Autor mehrerer Bücher und Fachartikel zum Thema: Hypnotherapeutische Arbeit mit inneren Anteilen. Gründer des Instituts für Hypno-analytische Teilearbeit und Ego-State-Therapie in Nürnberg in 2010.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Milton-Erickson-Institut Heidelberg - IMPRESSUM - DATENSCHUTZ - KONTAKT