Traumafokus und Neurobiologie Oberstufe

Ein Ansatz zur Verarbeitung von psychischem oder traumatischem Stress (Teil 3)

Referent/in: Mag. Thomas Weber

 

Termin: 22.05.-23.05.2020

 

Preis: €  330,-
MEG-Mitgliederrabatt: 20 €

Fortbildungspunkte: ja

 

Zeiten: 14-20.30, 9-ca.17 Uhr
(16 Arbeitsstunden)

 

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Traumafokus® ist eine tiefenpsychologische und körperorientierte Methode zur Verarbeitung von chronischen Stresserkrankungen, komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen und Persönlichkeitsstörungen, wie beispielsweise der DIS (dissoziative Identitätsstörung). Es ermöglicht eine spontane, unmittelbare Verarbeitung traumatischer Belastungen im Gehirn, ohne dass Erinnerungen bewusst abrufbar sein müssen. Zu Beginn einer Behandlung mit Traumafokus entsteht mithilfe beobachtbarer natürlicher Augenpositionen einer Klientin eine unbewusste Fokussierung auf das zu verarbeitende Thema. Der zu verarbeitende Stress wird im Gehirn reaktiviert und zur Verarbeitung freigegeben. Dies ist auch dann möglich, wenn belastende Erfahrungen im Säuglingsalter, perinatal oder pränatal bestehen, die bewusst nicht abrufbar oder erinnerbar sind. Wir nützen insbesondere bei Bindungs- oder

Entwicklungstraumata multisensorische Sinnesressourcen, Körperressourcen, Bindungsfiguren, -orte oder –elemente während der das Gehirn regulierenden und beruhigenden Traumafokus Sitzung.

 

 

Empfohlen wird das Traumafokus Oberstufenseminar für erfahrenere Traumafokus TherapeutInnen mit Praxiserfahrung.

 

 

1. Seminartag

  • Neurobiologische Grundlagen zur Neurozeption der Atmung und Schluckreflex und die therapeutische Nutzung.
  • Traumafokus bei komplexer PTBS (Kriegstrauma ...) und dissoziativer Identitätsstörung (DIS)
  • spezielle Groundingtechniken bei Lebensbedrohung (Freeze Zuständen)
  • ressourcenorientierte Stabilisierungstechniken bei PTBS und dissoziativer Identitätsstörung
  • Arbeit mit Täterintrojekten
  • Bindungs-Ressourcenfokus 
  • Live Demo 1 dazu
  • Übung in Kleingruppen
  • Fragen und Antworten
     

2. Seminartag

  • Praxis und Supervision, Fallvorstellung (mit voriger schriftlicher Anmeldung) 
  • Live Demos
  • Übung in Kleingruppen: neue Verfeinerungstechniken werden vorgestellt und ausprobiert. Fragen und Antworten zu eigenen Fällen (Fallsupervision). Wir können Fragen zu Fällen im Praktikum gut nutzen oder mithilfe von Live Demos unter Supervision oder auch durch Live Sitzungen vertiefen.

2 Tage (20 AE) 

Das Oberstufen Seminar ermöglicht Traumafokus in seiner gesamten Wirkungsweise, sowohl in der Rolle der Therapeutin, als auch in der Rolle der Klientin kennenzulernen und zu erfahren. 

Nach den Sitzungen werden die Erfahrungen reflektiert und methodologisch besprochen. In diesem Seminar wird besonderes Augenmerk auf das implizite Arbeiten gelegt. 

Im Seminarbeitrag inbegriffen: PowerPoint Handouts.

empfehlenswerte Begleitliteratur dazu: 

Thomas Ch. Weber (2019). Traumafokus - Eine neuropsychotherapeutische Methode zur Verareitung von psychischem Stress, Traumata und chronischem Schmerz. Wien: Facultas

Über Thomas Weber

Studium der Psychologie und Psychotherapiewissenschaft, Psychotherapeut, Integrative Gestalttherapie (ÖAGG), zertifizierter Traumatherapeut EMDR (IT Berlin), internationaler Traumafokus Ausbilder und Lehrsupervisor, Leiter des Instituts für Neuropsychotherapie, Forschungstätigkeit von Painspotting Schmerztherapie an der SysTelios Klinik in Deutschland, Paartherapeut, Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie und Gewaltforschung (GPTG).

Arbeitsschwerpunkte: Fort- u. Weiterbildung in Neuropsychotherapie in Österreich, Schweiz, Deutschland und Ukraine, Forschungstätigkeit in Traumafokus und Schmerzfokus. Sozialprojekte für Kriegsveteranen und -flüchtlinge.

www.traumafokus.com

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