Phasen- und funktionsspezifische Strategien in der Behandlung und Begleitung von Tumorpatienten

Referent/in: Dr. med. Dorothea Thomaßen

 

Termin: 15.02.-16.02.2019

 

Preis: €  290,-

 

Zeiten: 14-20.30, 9-ca.17 Uhr
(16 Arbeitsstunden)

 

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Das Auftreten einer Krebserkrankung ist im Leben der meisten Menschen ein
Wendepunkt mit unbekanntem Ausgang. Selbst wenn die Diagnose ein Zufallsergebnis bei einer Routineuntersuchung ist, bei der der Betroffene sich noch völlig gesund gefühlt hat: nach der Diagnose „Krebs“ ist die theoretisch immer bekannte Endlichkeit des Lebens eine Tatsache, zu der man sich in irgendeiner Form konkret verhalten muss. Das Spektrum der Möglichkeiten eines sich anschließenden, oft leidvollen Weges reicht von völliger Gesundung bis zum Tod. Der Diagnose folgen Taten, Therapien, lebensverändernde Maßnahmen, die zunächst auf den Körper ausgerichtet sind. In diesem Leib lebt jedoch weiterhin ein Mensch, der das alles verkraften muss.

Während der Körper zum Schauplatz eines Aktionismus wird, wird der begleitenden Kommunikation bislang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dieser Workshop möchte diese Lücke schließen und beschäftigt sich mit heilsamer Kommunikation, also mit „Sprachhygiene“ rund um das Thema „Krebs“. Ein Erstkontakt, ein Gespräch zur Entscheidungsfindung, die Begleitung einer längeren Krankheitsphase oder eines Sterbeprozesses, alle diese Situationen stellen höchst unterschiedliche Anforderungen. Akute Krisen bedürfen anderer Sprachstrukturen als die Begleitung eines schmerzhaften operativen Eingriffs. Auch können sowohl bei Betroffenen wie Behandlern Trancephänomene
auftreten, die das Geschehen beeinflussen.

 

Der Workshop beschäftigt sich mit folgenden Themen:

  • Auftreten und Erkennen von natürlichen Tranceprozessen in Krankheitsverläufen
  • Stabilisierende Kommunikation bei aufgelöster Ich-Struktur in akuten Krisen
  • Instrumentelle Hypnose bei therapeutischen Eingriffen
  • Hypnotherapeutische Begleitung von längeren Verläufen
  • Selbsthypnose als Vermittlung von Eigenkompetenz.

 

Und nicht zuletzt schützt die vorgestellte Sprachhygiene nicht nur den Kranken, sondern auch den Therapeuten selbst.

 

Über Dr. med. Dorothea Thomaßen

Fachärztin für Chirurgie, arbeitet in privatärztlichen Praxis mit Klienten aller Altersgruppen auf der Basis Erickson´scher Hypnose und Traditioneller Chinesischer Medizin in einem weiten Spektrum der Psychosomatik. Sie ist Trainerin und Supervisorin der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose (DGZH) und ist die Chefredakteurin der Deutschen Zeitschrift für zahnärztliche Hypnose. Sie hat die Supervisionsberechtigung der MEG.
Spezialseminare zu Änderung von Gewohnheiten und zu Süchten, Schmerztherapie,
Hypnoonkologie und den gezielten Einsatz von Sinnesmodalitäten.

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