Kooperation für gelingendes Leben- gerade jetzt! Empathie und Resonanz: Bedingungen für Gesundheit, Sinnerfüllung und Humanität

Zentrale Aspekte einer Lebensgestaltung, die wir für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit unbedingt brauchen - Ein Theorie- und Praxis-Seminar für selbstwirksam erreichbare Chancen

Joachim Bauer

 

 

Gunther Schmidt

 

 

 

Referent/in: Prof. Joachim Bauer, Dr. Gunther Schmidt

 

Termin: 14.10.-15.10.2022
Format: Präsenz + online (=hybrid)
Derzeit noch freie Online-Plätze

 

Preis: € 420,- 
MEG-Mitgliederrabatt: 40 €

Fortbildungspunkte: ja

 

Zeiten: 14-20.30, 9-ca.17 Uhr
(16 Arbeitsstunden)

 

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Endlich wieder: Nach vielen Rückmeldungen begeisterter Teilnehmer*innen der bisherigen Seminare von Joachim Bauer und Gunther Schmidt wirken sie wieder zusammen für diese wichtigen Themen. Ein Vorgeschmack/Eindruck bietet das beliebte Interview der beiden bei der Reden-reicht-nicht Tagung 2016 (zum Video)

 

Kommentare der beiden Referenten zum Seminar:

 

Joachim Bauer:
 

Die uns durch Klimakrise, Corona und Krieg gestellten inneren

Aufgaben: Wiedergewinnung der Selbstwirksamkeit, Abwehr archaischer Gewalt, Bewahrung der Zivilisation

Unabhängig davon wie begründet oder zweifelhaft die zwecks Eindämmung der Pandemie getroffenen Maßnahmen gewesen sein mögen, für Millionen Menschen bedeuteten sie, psychologisch gesehen, eine Beeinträchtigung der Selbstbestimmung und eine Außerkraftsetzung des Gefühls der Selbstwirksamkeit (Es soll dabei NICHT um eine Diskussion oder Bewertung von Corona-Maßnahmen und Impfung gehen sondern um das "Phänomen" an sich). Die Veranstaltung soll ausschließlich nach innen und nach vorne blicken und reflektieren, wie wir die von vielen erlebte innere Depression überwinden können. Das Gleiche gilt für den furchtbaren Krieg in der Ukraine und die verständliche Aktivierung von Urängsten, die archaische Gewalt auszulösen vermag. Was kann uns schützen und unsere psychische Gesundheit bewahren lassen? Literatur siehe Joachim Bauer: "Prinzip Menschlichkeit" (Heyne TB) und "Schmerzgrenze - Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt" (Heyne TB)

 

Die Bestimmung des Menschen aus neurowissenschaftlicher Sicht:

Selbst-Werdung, Verbundenheit, Individualität

Die Aufgeregtheiten, mit denen uns die Medien (Social Media und sonstige Internetplattformen, ebenso klassische Printmedien und TV) täglich aufs Neue vor sich hertreiben, haben uns den Blick auf das Wesentliche des Lebens verstellt. Daher ist es jetzt Zeit, sich auf das Wesentliche des Menscheins zu konzentrieren und die anthropologischen Konstanten zu reflektieren, die uns Anhaltspunkte geben können, was ein gelungenes, gutes Leben (Eudaimonia) ist. Dabei können uns nicht die Tugenden Platos sowie Erich Fromm und Viktor Frankl, sondern auch die modernen sozialen Neurowissenschaften eine Hilfe sein. Literatur siehe Joachim Bauer: "Wie wir werden wer wir sind" (Heyne TB) und "Das empathische Gen" (Herder Verlag)

 

 

Gunther Schmidt:

Zwar gilt das immer, aber gerade in unseren heutigen, von diversen Krisen überfluteten Zeit wird umso mehr zentral: Empathie, Resonanz, tolerante Ko-Existenz und Ko-Evolution sind unabdingbare Voraussetzungen dafür, dass die Menschheit in gemeinsamem Zusammenwirken konstruktive Entwicklungen schaffen kann, sowohl für die Individuen, die diversen Gemeinschaften als auch für den Planeten.  

 

Aus hypnosystemischer Sicht reichen diese Erkenntnisse aber nicht aus. Denn der bewusste, kognitive Wille zu solchen Haltungen und Prozessen braucht unbedingt kongruente Dynamik im unwillkürlichen (auch unbewussten) Erleben dazu, also auch im Bereich von Stamm- und Zwischenhirn-Prozessen und des autonomen Nervensystems. Diese müssen entsprechend gestaltet und utilisiert (genutzt) werden.

Im Krisen-Erleben haben Menschen oft nicht den Zugang zu den Kompetenzen, die dafür gebraucht werden (auch wenn diese im Unbewussten gespeichert sind). Ganz im Gegenteil werden dann oft Misstrauen, Feindbilder, Schwarz-Weiß-Denken und wechselseitige Abwertung verstärkt.

Dies wieder behindert leider gerade Empathie, Resonanz, tolerante Ko-Existenz, Ko-Evolution und Kooperation massiv.

Deshalb brauchen wir viele Gestaltungsmöglichkeiten, um solche Prozesse erfolgreich zu transformieren.  Dies bietet das hypnosystemische Konzept mit einer Vielzahl wirksamer Interventionen, sowohl für Individuen als auch für konstruktive Interaktionen in sozialen Systemen (z.B. Teams, Organisationen, der Gesellschaft, in Familien). Viele solcher Interventionen werden im Seminar theoretisch und praktisch angeboten. Mit ihnen kann gezielt erreicht werden, dass die archaischen autonomen unwillkürlichen Prozesse genutzt und transformiert werden und optimale, Kompetenz- und Ressourcen-aktivierende Erlebnisprozesse in all diesen Bereichen aktiviert werden.

 

 

Und auch noch zum Seminar: 

Das Seminar bietet viele Möglichkeiten, die herausfordernden Situationsbedingungen, denen wir als Individuen und in unseren Gesellschaften ausgesetzt sind und zu denen wir beitragen, sowohl aus den Perspektiven der modernen Hirnforschung, der Epigenetik und weiteren wichtigen Gebieten wissenschaftlicher Erkenntnis zu beleuchten als auch dies sehr Praxis-wirksam zu verbinden mit vielen Interventionen, die wir selbstwirksam einsetzen können, um konstruktive Beiträge für unsere gemeinsame Welt leisten zu können.
 

Neben den Beiträgen und Präsentationen der Referenten wird es wieder einen gewohnt angeregten und anregenden Austausch zwischen Joachim Bauer und Gunther Schmidt wie auch den Teilnehmenden geben.

 

Zielgruppe:

Wie bei allen Seminaren des meihei handelt es sich auch hier um eine berufliche Weiterbildung, die sich an Psychotherapeut*innen, Ärzt*innen ... richtet. Entsprechend stellen wir bei der Ärztekammer/Psychotherapeutenkammer einen Antrag auf Fortbildungspunkte.

 

Über Joachim Bauer

Univ.-Prof. Dr. Joachim Bauer (Berlin) ist Neurowissenschaftler, Psychiater, Psychotherapeut und Sachbuch-Autor (au. a. die Titel "Das Gedächtnis des Körpers", "Warum ich fühle was du fühlst", "Prinzip Menschlichkeit", "Schmerzgrenze", "Selbststeuerung"; zuletzt erschien "Wie wir werden, wer wir sind"). Nach erfolgreichen Jahren an der Universität Freiburg lebt und arbeitet Bauer inzwischen in Berlin, wo er an der International Psychoanalytic University eine Gastprofessur innehat und an mehreren Instituten als Dozent, Supervisor und Lehrtherapeut tätig ist.  Renommierter Sachbuchautor (u. a. "Das Gedächtnis des Körpers", "Warum ich fühle was du fühlst"; "Schmerzgrenze", "Selbststeuerung").

Vorbereitende und vertiefende Literatur für dieses Seminar Joachim Bauer:

"Wie wir werden, wer wir sind" (Blessing-Verlag).

 

 

Über die/den Referent*in: Gunther Schmidt

 

 

 

 

Dies ist

Joachim

Bauers

neuestes

Buch von 2021

 

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