Hypnosystemische Psychoonkologie und palliative Begleitung
Kommunikation, Haltung und hypnosystemische Begleitung in existenziellen Krankheitsprozessen
Mag. Andreas Kollar
Dipl.-Psych. Janine Mertens
Termin: 26.06.-27.06.2026
Preis: € 360 I M.E.G. Rabatt: € 40 inkl. MWSt
Zeiten: 14.00-20.30, 9.00-17.00 (16 Arbeitsstunden)
Preis: € 360 I M.E.G. Rabatt: € 40 inkl. MWSt
Zeiten: 14.00-20.30, 9.00-17.00 (16 Arbeitsstunden)
Fortbildungspunkte: Ja
Format: Präsenz
Format: Präsenz
Allgemein
Eine Krebserkrankung wird von vielen Betroffenen als existenzieller Wendepunkt erlebt – oft mit offenem Ausgang. Auch bei zufälliger Diagnose ohne anfängliche Symptome verändert sie meist das gesamte Erleben: Die abstrakte Endlichkeit des Lebens wird zu einer konkreten Erfahrung. Zwischen Hoffen und Bangen spannt sich ein weites Feld – von Heilungsperspektiven bis zur Auseinandersetzung mit Sterben und Abschied. Diese Dynamiken betreffen Erkrankte ebenso wie Angehörige und begleitende Fachpersonen.
Medizinische Maßnahmen richten sich primär an den Körper. Doch in diesem Körper lebt weiterhin ein Mensch, der das Geschehen emotional, mental und relational zu integrieren versucht. Der hypnosystemische Ansatz bietet hierfür eine leid-würdigende, ressourcen- und kompetenzaktivierende Haltung sowie Interventionen, die eine stabilisierende und individuell stimmige Begleitung auch in hochbelasteten Phasen ermöglichen. Klinische Erfahrung zeigt, wie bedeutsam dabei die Aufmerksamkeit für unwillkürliche Prozesse, innere Bilder, Körpererleben und Beziehungsmuster ist.
Ziele des Seminars
In diesem zweitägigen Seminar vermitteln wir eine praxisnahe Einführung in hypnosystemische Konzepte und Interventionen für die psychoonkologische und palliative Beratung und Begleitung in Einzel-, Paar- und Familiensettings. Thematisiert werden unter anderem:
- das Wahrnehmen und Nutzen natürlicher Trance- und Selbstregulationsprozesse im Krankheitsverlauf,
- stabilisierende und unterstützende Kommunikation in akuten und länger andauernden Verläufen,
- der kompetenzorientierte Umgang mit Angst, Schmerz, Hoffnung, Kontrollverlust sowie mit Sterben und Abschied,
- die Gestaltung professioneller Begleitung in Situationen existenzieller Unsicherheit.
Da existenzielle Erkrankungen auch jenseits spezialisierter Settings zunehmend Thema sind, richtet sich ein weiterer Fokus auf die Selbstwahrnehmung und Selbstregulation der begleitenden Fachpersonen im Spannungsfeld von Trauer, Ohnmacht und Zuversicht.
Zielgruppen
Das Seminar richtet sich an Fachpersonen in beratenden, begleitenden und therapeutischen Kontexten.
Über
Andreas Kollar: Studium der Psychologie und Ausbildung zum Klinischen Psychologen, Gesundheitspsychologen, Sportpsychologen
10 Jahre Erfahrung in der stationären Psychiatrie, dzt. mobiles Palliativteam und Arbeits- und Organisationspsychologie bei IViP, seit 15 Jahren in freier Praxis. Hypnoystemik: viele Seminare u. Curricula bei Dr. Gunther Schmidt. Weitere Fort- / Weiterbildungen in: Brainspotting, Klinische Hypnose, Traumatherapie, Neurofeedback, Curriculum Systemtheorie Reloaded bei Simon,Weber and Friends, PEP-Ausbildung
Trainer für Klinische Hypnose, Peak-Performance-Neurofeedback. Stv. Vorsitzender und Gründungsmitglied der Hypnosystemischen Gesellschaft (HSG), Vorstandsmitglied der European Society of Hypnosis (ESH), ehemaliger 1. Vorsitzender der Milton Erickson Gesellschaft Austria (MEGA). Autor beim Carl-Auer-Systeme Verlag; Hauptthema: Hypnosystemik
Janine Mertens: Psychologin (M.Sc.), Psychoonkologin (DKG). Weiterbildungen in systemischer Therapie (DGSF), systemische Supervision (DGSF), systemischer Kinder- u. Jugendlichentherapie (DGSF) sowie Paartherapie (DGSF). Lehrende an einem DGSF-Institut für systemische Beratung, Therapie und Kinder- u. Jugendlichentherapie. Fort-/ Weiterbildungen in Klinischer Hypnose/ Hypnotherapie, Hypnosystemische Konzepte, hypnosystemisches Coaching und Organisationsberatung (M.E.G. und MEIHei). Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Psychoonkologie (DKG), Hospizarbeit, der Positiven Psychologie sowie in der Prävention (zertifizierte Trainerin für multimodale Stressbewältigung nach §20 SGB V).
Nach mehrjähriger Tätigkeit im klinischen Kontext mit Kindern, Jugendlichen, Familien arbeitet sie seit 2021 freiberuflich in eigener Praxis sowie als Referentin auf Seminaren u. Tagungen.
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