Das Institut - Philosophie, Leitung

Wir sind eine der Regionalstellen der Milton-Erickson-Gesellschaft (MEG) und Zentrum für hypnosystemische Kompetenzentfaltung
 

für Fort-/Weiterbildungs-Angebote - diese richten sich an die beruflichen Tätigkeitsfelder Psychotherapie, Medizin, Psychosoziales, Beratung, OE-, PE- und Teamentwicklung,

 

also an Anwender/innen: zum einen an Ärztinnen, Psychologen & andere Personen, die im psychosozialen Bereich tätig sind zum anderen an Berater und andere Gestaltende, bspw. in Führungsverantwortung etc., im wirtschaftlichen Kontext.
Allgemein sind die Seminare nicht auf Selbsterfahrung für "Laien" ausgerichtet, die meisten Seminare bei uns haben aber die Anerkennung als Selbsterfahrungsseminar im Rahmen einer Ausbildung.
(Unter Umständen darüber hinaus speziell eingegrenzte Teilnahmevoraussetzungen, wie sie teils im Psychotherapiefeld gelten, sind in der jeweiligen Ausschreibung zum Kurs zu finden.)

Das Institut feiert 2016 sein 30-Jähriges Bestehen.

Philosophie

 

Das Institut zeichnet sich durch die Verbindung von Hypnotherapie mit systemischer Therapie aus; Lösungs- und Ressourcenorientierung (bei gleichzeitiger Wertschätzung des bisherigen "Problemmusters" als "Lösungsversuch") ist eine zentrale Haltung in der hypnosystemischen Arbeit. Der größte Teil unserer Kurse ist hypnosystemisch orientiert, wir bieten jedoch auch andere Seminare an, von denen wir glauben, dass die Ansätze/Methoden gut zu unserer Philosophie / Haltung passen und hilfreiche Ergänzungen darstellen.

Das von Gunther Schmidt entwickelte hypnosystemische Konzept integriert auf der Basis der von ihm gestalteten Weiterentwicklungen die Kompetenz-, Ressourcen- und lösungsorientierten hypnotherapeutischen Konzepte von Milton H. Erickson mit den systemisch-konstruktivistischen Konzepten der „Heidelberger Schule“ (Stierlin–Gruppe, zu der G. Schmidt von Anfang gehörte) und allen damit kompatiblen Ansätzen aus Psychodrama, NLP, Körpertherapie, Logotherapie, Energie-Psychotherapie und EMDR und vielen anderen Modellen. Das hypnosystemische Konzept wirkt so besonders schnell und nachhaltig wirksam für die Reaktivierung der benötigten Lösungskompetenzen, wobei das bisherige Problemerleben nicht nur sehr intensiv und kongruent gewürdigt und empathisch begleitet, sondern auch gleichzeitig zieldienlich genutzt wird (Utilisationsprinzip).

Das hypnosystemische Konzept hat sich in den letzten 25 Jahren international weit verbreitet, es wird sowohl vielfach ambulant und stationär im psychotherapeutischen Bereich als auch in Coaching, Team- und Organisationsentwicklung, Mediation und Supervision angewendet.

 

wofür wir uns engagieren

Menschen haben viel mehr gesundheitsförderliche und andere Kompetenzen für ein erfüllendes Leben - kognitiv und intuitiv - als sie oft selbst zunächst noch bewusst wahrnehmen. Diese Prämisse Erickson´scher Therapie können wir auch durch unsere Ergebnisforschung (an der Fachklinik am Hardberg und an der SysTelios-Klinik in Siedelsbrunn) bestätigen, die zeigt, dass auch Menschen mit sehr langwierigen leidvollen Erlebnismustern (sehr oft sogar in kurzer Zeit) beeindruckende konstruktive Entwicklungen in Gang setzen können, wenn sie Im Prozess einer Therapie/ Beratung nur endlich gewürdigt werden in ihrer Eigenkompetenz und als völlig gleichrangige KooperationspartnerInnen unterstützt werden.
Damit sich diese Kompetenzen wieder wirksam erleben und optimal nutzen lassen, sind nicht nur kompetenzfokussierende individuelle Haltungen und Verhaltensweisen hilfreich. Jeder Mensch lebt vernetzt mit vielfältigen Ökosystemen. Individuelles Erleben kann nur verstanden und seine Sinnhaftigkeit nur gewürdigt werden in seinem systemischen Kontext.

Die jeweils beteiligten Beziehungs- und Organisations-Systeme (sowohl die der "Kunden" als auch die der TherapeutInnen/BeraterInnen) sollten deshalb zu Erlebnisräumen werden mit Organisations-, Kommunikations- und Entscheidungsregelungen, in denen Menschen:

Wertschätzung und Achtung für sich und Andere erleben können,

  • Ihre Aufmerksamkeit ausrichten können auf die vielfältigen Kompetenzmuster, die es im System der Beteiligten gibt (selbst wenn eventuell Probleme aufgetreten sind),
  • Raum bekommen, um das, was sie können, auch wirksam einbringen zu können,
  • weitestgehend in Entscheidungs- und Zielgestaltungsprozesse einbezogen werden,
  • stimmig erleben können, dass sie verlässlich dazugehören (ja, sogar in einer Atmosphäre liebevoller Begegnungen) und gleichzeitig Autonomie leben können,
  • in ihrer Tätigkeit auch im Herzen berührt werden, und über das eigene Ich hinaus Beiträge leisten zu dürfen zu einem höheren umfassenderen Sinnzusammenhang (Ich-Transzendenz), der je nach ihren Bedürfnissen auch spirituelle Aspekte umfassen darf,
  • sich ganzheitlich weiterentwickeln können und dabei auch die Begrenztheit des von ihnen Machbaren würdigen können
  • und bei aller Kompetenz- und Erfolgsorientierung auch Leid und Problem-Erleben und damit verbundene bisherige Lösungsversuche empathisch begleitet werden können (die sich sehr wohl als anerkennenswerte Leistungen im Dienste wichtiger Ziele - z.B. Loyalitätsverpflichtungen verstehen lassen).

Dann kann ihre kognitive Brillanz optimal zusammenwirken mit ihrem intuitiven Wissen, ihrer "Herzensweisheit".

Alle Angebote am Milton-Erickson-Institut Heidelberg verstehen sich als Beitrag dazu, Menschen zu unterstützen im Umgang mit sich selbst, in Begegnungen mit anderen Menschen und in der Gestaltung von privaten und von Arbeitsbeziehungen im Sinne der Entfaltung solcher Lebensräume. Die mich dabei leitende Vision ist es, so kongruent und tatkräftig, wie es mir möglich ist, zu einer Welt gegenseitiger Achtung, Wertschätzung, mitmenschlicher und ökologischer Verantwortungsbereitschaft und Sinnerfüllung beizutragen. Ich hoffe, dass auch mein Handeln und das der Referentinnen und Referenten am Institut dies stimmig wiederspiegelt.
Unsere Instituts-Räumlichkeiten bieten großzügige Möglichkeiten (auf insgesamt 340 qm) für ein gemeinsames Lernen mit Spaß und Flexibilität.

Leitung: Dr. med. Dipl.-Volksw. Gunther Schmidt

 

Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

 

Er gilt international als einer der maßgeblichen Pioniere in der Entwicklung einer Integration systemischer (auch familientherapeutischer) Modelle und der kompetenzfokussierenden Konzepte Erickson'scher Hypnotherapie zu einem ganzheitlich-lösungsfokussierenden Konzept für Beratung und Psychotherapie.
Im deutschsprachigen Raum trug er entscheidend mit seinen, durch Milton Erickson angeregten Beiträgen, zur "lösungsorientierten Wende" im Bereich Coaching, Team- und Organisationsentwicklung bei. Ebenso maßgeblich wirkte er mit (auch in enger Kooperation mit Steve de Shazer u.a.) beim Aufbau kompetenz- u. lösungsorientierter Kurzzeittherapie im Bereich der systemsichen Familientherapie, wie auch in Bereichen bspw. von Suchtproblemen, Psychosomatik, Psychosen und der Therapie massiv traumatisierter Menschen.

Die von ihm entwickelten hypnosystemischen Modelle für Organisationsberatung, Team- und Gruppenarbeit und Coaching tragen wesentlich zu einem intensivierten ressourcenorientierten Beratungsverständnis bei. Seine Konzepte einer stationär-klinischen hypnosystemischen Psychosomatik und Sucht-Kurztherapie gelten europaweit als führendes Modell.

 

Als Mitglied seit deren Anfängen Mitte der 1970er Jahre der sog. "Heidelberger Gruppe" für Familientherapie und systemische Therapie und Beratung" (um Prof. Helm Stierlin) ist er Mitbegründer und war fast 20 Jahre lang Lehrtherapeut der Internationalen Gesellschaft für Systemische Therapie (IGST), war Mitbegründer des Heidelberger Instituts für systemische Forschung und Beratung, Mitbegründer des Carl-Auer-Systeme-Verlags. 2002 hat er mit den meisten anderen Gründern der IGST zusammen diese verlassen und mit ihnen und einigen anderen renommierten KollegInnen das Helm-Stierlin-Institut für systemische Therapie, Beratung und Forschung gegründet, welches inzwischen große internationale Reputation erreicht hat.

Er ist Lehrtherapeut, lehrender Supervisor und Coach der Systemischen Gesellschaft (SG) und der Deutschen Gesellschaft für systemische, Therapie, Beratung und  Familientherapie (DGSF).
Er ist Ausbilder der Milton-Erickson-Gesellschaft für klinische Hypnose (MEG) und war 2.Vorsitzender der MEG von 1984-2004.

 

2011 erhielt er den Life Achievement Award der Weiterbildungsbranche:
www.life-achievement-award.de - Die Auszeichnung - Nachbericht-Highlights

2014 wurde er ausgezeichnet mit dem MEG-Preis http://www.meg-hypnose.de/ueber-uns/meg-preisverleihungen.html

Und 2015 erhielt er den Coaching Award für besondere Verdienste im Bereich des Coachings von der Vereinigung Coaching Convention  www.coaching-award.de


 

Gunther Schmidt ist nicht nur Leiter des Meihei, sondern auch ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der sysTelios-Privatklinik für psychosomatische Gesundheitsentwicklung in Siedelsbrunn:

Die sysTelios-Klinik arbeitet mit den neuesten Erkenntnisse der Hypnosystemik, Neurosystemik und generell der Kurzzeitpsychotherapie (tiefenpsychologisch fundiert, hypnosystemisch optimiert) und mit einer ganzheitlichen Kompetenz- und Lösungsfokussierung in Siedelsbrunn seit Juli 2007 in neugestalteten Gebäuden in wunderschöner Odenwald-Lage. www.systelios.de

 

Ausbildungshintergrund:
Nach tiefenpsycholog. Ausbildung diverse familientherapeutische u. systemische Ausbildungen, Ausbildung in Hypnotherapie bei Milton Erickson selbst u.v.a., Psychodramaausbildung, Weiterbildungen in TA, Gestalt, div. Körpertherapien (Hakomi, Bioenergetik, Energetische Psychotherapie - wofür er u.a. Dr. Fred Gallo in Deutschland einführte, Provokative Therapie (er holte Frank Farrelly nach Europa, zusammen mit Hans-Ulrich Schachtner), Brainspotting.

Arbeits-u. Forschungsschwerpunkte im klinischen Bereich:
Therapie von Psychosen, sog. Borderline-Syndromen, Zwangsproblemen, Depressionen, psychosomatischen und Suchtproblemen, Ess-Störungen (z.B. Bulimie/Anorexie), Phobien, Paar- u. Sexualproblemen, Familientherapie allg., Burnout-Syndrome, Schmerztherapie, Allergie-Therapie, Tinnitus-Therapie, somatopsychische Therapie von Haut-Problemen.

Und als weiterer zentraler Schwerpunkt seiner Arbeit:
seit vielen Jahren, auch international, Anwendung systemischer und hypnotherapeutischer Konzepte auf dem Gebiet der Organisationsberatung-und Entwicklung, Coaching u. Persönlichkeitsentwicklung (sowohl in direkten Konsultationen für Unternehmen als auch in der Weiterbildung von OE-Experten - siehe die Curricula auf dieser Website im Angebotsfeld II).

Generelles Arbeitsziel:
Integration systemischer Beratungskonzepte mit den differenzierten und komplexen Methoden einer kompetenzorientierten Hypno- und NLP-Konzeption zu einem Modell, das die offenen und verdeckten Kompetenzen der KlientInnen für diese optimal nutzbar macht (angepasst an ihre Situationsbedingungen). Regelmäßige Zusammenarbeit mit div. nationalen und internationalen Organisationen.

 

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